Aktuell

Neue Informationen zur Corona-Pandemie und zu den Folgen im Städtle
Kein weiterer Anstieg der Patientenzahlen in Trochtelfingen. Die Pandemie stoppt – zumindest im Städtle


Neue Informationen zur Corona-Pandemie und zu den Folgen im Städtle:
Kein weiterer Anstieg der Patientenzahlen in Trochtelfingen. Die Pandemie stoppt – zumindest im Städtle
 
Die Corona-Verordnung wurde zum 15. Juni 2020 erneut ausgeweitet, vor allem was den Umgang mit Lockerungen betrifft. Die aktuellen Neuerungen betreffen den Sportbetrieb und die Sportvereine. Ganz wichtig: wo es klemmt können Zuschüsse des Landes weiterhelfen.
 
Die guten Nachrichten betreffen die Stadt Trochtelfingen zusammen mit allen Teilgemeinden: Momentan ist die Ausbreitung des Corona-Virus in unseren Gemeinden offensichtlich gestoppt. Die Zahlen sind seit der vergangenen Woche ohne weiteren Zuwachs geblieben, was die Anzahl der gemeldeten Patienten und der Todesfälle angeht. Nach wie vor wissen wir in Trochtelfingen von 80 infizierten Corona-Patienten, von denen vier bedauerlicherweise verstarben, während 76 bereits wieder als geheilt gelten können.
 
Auch die Zahlen, die das Gesundheitsamt und das Robert-Koch-Institut (RKI) für das Bundesland Baden-Württemberg und den Landkreis Reutlingen veröffentlichen, unterstreichen die gleiche Tendenz: In Baden-Württemberg kam es nur noch zu sehr geringen Veränderungen der Fallzahlen für die Virusgrippe.
 
Gute Tendenz: die Zahlen für neu infizierte Patienten sind kleiner als die der geheilten. Allerdings gilt, dass derzeit nur die Tendenz halbwegs günstig aussieht. Der Virus ist nicht „besiegt“, wie manche Pressemeldung prahlerisch melden. Nur seine Ausbreitung ist halbwegs unter Kontrolle. Ein Impfstoff für die endgültige Abwendung der Virengefahr ist wohl mit Hochdruck in der Entwicklung. Allein bis die aktuell anlaufenden Tests zu einer offiziellen Zulassung führen können, wird noch einige Zeit vergehen.
 
Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die günstige Tendenz angesichts der zahlreichen Lockerungen erhalten bleibt. Vereinzelt konnte man auch in Trochtelfingen die spontane Rückkehr zu Parties im Freien beobachten. Auch stellt die Öffnung der Staatsgrenzen zum Auftakt der Urlaubszeit einen weiteren Risikofaktor für die weitere Entwicklung dar.
 
Zumindest lässt sich an der bisherigen Handlungsweise erkennen, dass das System der Erfassung und Rückverfolgung im Moment offensichtlich intakt ist und funktioniert. Die irritierenden Unsicherheiten aus dem Auftakt zum ersten Lockdown sollten diesmal ausbleiben, so die herrschende Hoffnung. Und eine zweite Welle sollte so kaum wirksam werden – am besten aber völlig ausbleiben.

 
Es gibt neue Pläne zur Unterstützung der Sportvereine in der Corona-Krise
 
Die Sportvereine in Trochtelfingen und allen Teilgemeinden sind zwar fast alle öffentlich geforderte Vereine, doch ihre Finanzen müssen sie selber in Ordnung halten. Von den Mitgliederbeiträgen können sie keine großen Sprünge machen, deshalb sind alle auch auf wirtschaftlichem Gebiet aktiv: Turniere und Wettbewerbe, geballte Mitgliedereinsätze bei Veranstaltung wie Fasnet, Alb-Gold-Pokal und Stadtfest, dazu eigene Veranstaltungen und Bewirtungen, es gibt da beinahe keine Aktivität, an der nicht der eine oder andere Verein auftritt oder mit seiner Manpower unterstützend tätig ist.
 
Nur sind in diesem Jahr bisher praktisch sämtliche Veranstaltungen dem Lockdown zum Opfer gefallen. Die Folge: alle Vereine gucken in die Röhre, die Finanzen leiden unerträglich. Weil gleichzeitig Rechnungen anstehen - Wasser und Strom kommen schließlich nicht umsonst aus der Leitung - herrscht eine tückische Ebbe in den Kassen.
 
Das Kultusministerium steht den Sportvereinen im Land auch in der der Corona-Krise bei. So sagt Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann: „Die Mittel im Solidarpakt III werden zielgerichtet dafür eingesetzt, um Vereine in Not zu unterstützen. Wir werden das Ehrenamt nicht im Stich lassen“.
 
Die Ministerin weiter: „Die Corona-Pandemie ist auch für unsere Sportvereine und für deren Mitglieder eine große Herausforderung. Wir werden deshalb alles daransetzen, dass es durch das Corona-Virus und seine Nebenwirkungen kein Vereinssterben in Baden-Württemberg geben wird“. Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) und das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sind laut Eisenmann in ständigem Kontakt, um die Situation zu analysieren und gezielte Unterstützungsmaßnahmen zu ermöglichen.
So will man in Abstimmung mit dem LSVBW umgehend Mittel im laufenden Solidarpakt Sport zielgerichtet einsetzen, um in Not geratene Sportvereine zu unterstützen. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, so möchte sich das Ministerium für einen ergänzenden Notfallfonds einsetzen. Sportministerin Dr. Eisenmann: „Wir werden das Ehrenamt nicht im Stich lassen“. Die Hilfen aus dem Solidarpakt sollen andere, bereits verabschiedete Maßnahmen von Bund und Land, ergänzen.
 
Wegen der aktuell noch herrschenden Ungewissheit ist kaum zu überblicken, was die Krise für die Einnahmen- und Ausgabenseite der Sportvereine im Einzelfall bedeutet. Vieles hängt von der Mitgliederstärke, der Beschäftigtenzahl, dem Angebot und der Infrastruktur eines Vereins ab. „In den kommenden Wochen werden die konkreten Auswirkungen auf den Vereinssport klarer und sichtbarer werden. Wir sind entschlossen, überall dort Hilfe zu leisten, wo trotz bereits beschlossener Maßnahmen existenzielle Not oder besondere Härten drohen“, so Eisenmann.
 
Der Sport kann von Rettungsschirmen profitieren
 
Der Bund und das Land Baden-Württemberg haben bereits Rettungsschirme auf den Weg gebracht, unter die auch Breitensportvereine fallen können, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Zitat aus der Pressemeldung des Kultusministeriums: „Zum Beispiel soll das Kurzarbeitergeld wirkungsvoll dazu beitragen, voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vereinen vor Entlassung und Arbeitslosigkeit zu schützen und die Personalkosten der Vereine zu senken. Ebenso wichtig sind die vom Bund und vom Land beschlossenen Hilfen für Solo-Selbstständige und Freiberufler. Darunter gibt es im Sport besonders viele - insbesondere die selbstständigen Trainerinnen und Trainer sowie freiberufliche, für Vereine tätige Anbieterinnen und Anbieter von Fitness-, Gesundheits- und Rehabilitationskursen“.
 
Unter www.bw-soforthilfe.de kann ab sofort ein Antrag auf einen einmaligen Zuschuss gestellt werden - sofern für den Betroffenen durch die Corona-Krise ein massiver Liquiditätsengpass besteht. In einem gemeinsamen Schreiben wollen der LSV und das Sportministerium die Vereine aufrufen, die bereits vorhandenen Unterstützungsprogramme schnell zu nutzen, und sie darüber informieren, an wen sie sich wenden können.
 
Niemand könne vorhersagen, wie lange die zum Schutz der Bevölkerung notwendigen Kontaktverbote und Einschränkungen noch beibehalten werden müssten, sagte die Ministerin: „Was wir aber schon heute wissen, ist, dass uns der Sport fehlt: Das gemeinsame Training, der Wettkampf, die vielen tollen Angebote für Kinder und Senioren, die gesellige Runde im Vereinslokal und das jährliche Vereinsfest. Deshalb appelliere ich an alle Vereinsmitglieder: Stehen Sie auch in diesen schwierigen Zeiten zu Ihrem Verein, bleiben Sie ihm treu!“
 
Weiter führt das gemeinsame Schreiben des LSV und des Kultusministeriums aus: „Wir nehmen die Sorgen der Sportvereine ernst. Wir wissen, dass angesichts dieser Entwicklung viele Sportvereine und auch Sportverbände beunruhigt sind und mit Blick auf die Vereinsfinanzen sorgenvoll in die Zukunft schauen. Können die Einnahmen auf einem Niveau gehalten werden, dass der Verein nach der Krise weitermachen kann? Werden wir mit den fortlaufenden Personalkosten für unsere haupt- und nebenamtlichen Beschäftigten alleine gelassen? Was geschieht mit den selbstständigen Trainerinnen und Trainern sowie Anbietern von Kursen, die unserem Verein verbunden sind?
 
Wir bitten deshalb alle rund 3,8 Millionen Mitglieder der Sportvereine im Land, den ehrenamtlich Engagierten - insbesondere den Vorständen - den Rücken zu stärken: Halten Sie lhrem Verein die Treue! Um das Vereinsschiff sicher und umsichtig durch diese äußerst belastende Zeit steuern zu können, sind die Verantwortlichen auf Solidarität, Unterstützung und Wohlwollen angewiesen. Wir sind uns sicher: Die starke Gemeinschaft der Mitglieder und der ehrenamtlich Engagierten wird den organisierten Sport durch die kommende Zeit tragen.
 
Bund und Land spannen Rettungsschirme auf
 
Der Bund und das Land Baden-Württemberg stehen dabei solidarisch an der Seite des organisierten Sports. Es wurden Sofort-Programme und Rettungsschirme verabschiedet, die auch den Sportvereinen helfen können, die finanziellen Folgen der Krise abzufedern. Dies gilt insbesondere für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Vereine. Es gibt Maßnahmen - an erster Stelle das Kurzeitarbeitergeld- mit deren Hilfe das in den Vereinen beschäftigte Personal vor Arbeitslosigkeit geschützt und die Personalausgaben für die Vereine deutlich entlastet werden können. Die Solo-Selbstständigen erhalten ebenfalls schnelle und unbürokratische Unterstützung.
 
Über diese und andere Hilfen sowie über andere wichtige Fragestellungen können sich die Vereinsverantwortlichen und alle Mitglieder auf einer Extra-Seite der Homepage des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSVBW) informieren.
 
Die Internetadresse lautet: www. lsvbw.de/coronavirus
 
Wir empfehlen ausdrücklich, dieses lnformationsangebot zu nutzen. Bitte zögern Sie nicht, Anträge im Rahmen der bereits vorhandenen Rettungspakete und Schutzschirme unter www.bw-soforthilfe.de  zu stellen.
 
Das Anschreiben an die Sportvereine heißt es weiter: „Der organisierte Sport ist eine wichtige gemeinschaftsstiftende Kraft in Baden-Württemberg. Sportvereine sind keine Zweckbündnisse, sondern Wertegemeinschaften. Die Werte und Tugenden des Sports brauchen wir in dieser Krise mehr denn je. Dazu zählen Respekt und Fairness, dazu gehören Teamgeist und Disziplin. Unser Appell an Sie lautet: Halten Sie sich an die Regeln, bewahren Sie Abstand und helfen Sie - wenn es lhnen irgendwie möglich ist - anderen Menschen, die sich nicht selbst helfen können.
 
Auch die Updates zum Geschehen auf den Sportstätten sind umfangreich
 
Generell gilt für den Sport zu Zeiten von Corona, dass er nicht und niemals in Nahkampf-Übungen ausarten soll. Abstandhalten gilt überall, und wo Distanzen kürzer ausfallen – etwa in der Sportgaststätte - sind Alltagsmasken angesagt. Immerhin wurde das Training von Tennisdoppel aktuell wieder zugelassen, nachdem zuvor nur Einzel erlaubt war. Für Fußballplätze und Sporthallen gilt aber nach wie vor, dass lockeres Konditionstraining gut in die Zeit passt, kompakter Kampf um den Ball dagegen nicht.
 
Auch die Schwimmbäder öffnen wieder. Allerdings nicht für die seither üblichen Planschgelage, die im sommerlichen Badebetrieb an der Tagesordnung waren. Die Anzahl der Personen pro Becken wird reguliert, und das gilt für das Planschbecken der Kleinen ebenso wie für den Schwimmerbereich. Es soll keiner mehr beliebig kreuz und quer durch das Becken kraulen, sondern in abgesperrten Bahnen brav in so einer Art Einbahn-Verkehr Schwimmsport betreiben. Das ist gewöhnungsbedürftig, sicher. Aber alles ist besser als gar kein Sport.
Natürlich geschieht alles mit Abstand, der auch dann eingehalten werden soll, wenn ein schnellerer Schwimmer die langsameren überholen möchte. Die Disziplin zum Abstand von 1,5 Metern reguliert auch die Belegung der Liegewiesen – Ausnahmen bilden Gruppen aus der gleichen Familie. Man muss also ein wenig Verständnis mit in den Sommer nehmen, auch was den Umgang mit lieb gewordenen Gewohnheiten angeht.
Weitere Neuerungen stehen für den Reiseverkehr in Form von Grenzöffnungen nach Frankreich, Italien, Osterreich und die Schweiz ab dem 15. Juni bevor. So werden auch grenzüberschreitende Urlaubsreisen wieder möglich. Kurz darauf steht ab Ende Juni eine Wiederaufnahme des Flugverkehrs in Aussicht. Soweit seither bekannt, ist dafür das Tragen einer Alltagsmaske für den gesamten Aufenthalt im Flughafen und dazu für die komplette Flugzeit geplant.
 
Es wird klar, dass der Umgang mit Maske und Abstandsregel nicht so schnell aus ihren Fängen entlassen werden, solange kein Impfserum gegen den Virus existiert. Um einen Ausblick zu geben: Die ersten Veranstaltungen zu Karneval 2021, die beliebten Saal-Veranstaltungen in Mainz und in Köln, werden soeben abgesagt.
 
Am einfachsten kommt man mit den Corona-Folgen im Freizeit-Sektor klar, wenn man sich im Freien aufhält. Wandern und Radfahren macht beinahe so viel Spaß wie auch sonst immer. Der tückische Aerosol-Mechanismus, der im geschlossenen Raum winzige Flüssigkeits-Partikel aus der Atemluft sehr lange in der Luft halten kann, verliert dort ganz rasch seine ansteckende Wirkung. Einfaches Abstandhalten reicht dagegen im Freien aus, um unbeschwerte Stunden zu erleben, die nicht von der latenten Folge der Seuchenverordnungen geprägt sind. So gesehen wünschen wir allen unseren Gemeindemitgliedern einen möglichst frohen und unbeschwerten Umgang mit dem Sommerauftakt.
 
Das wichtigste von Allem: Bleiben Sie gesund, bitte.


Direkte Links für die einzelnen Verordnungen:
Für die verschiedenen Bereiche des täglichen Lebens sind aktuell so umfangreiche Verordnungen immer wieder neu erlassen worden, dass wir diese unmöglich im vollen Umfang veröffentlichen können. Die einzelnen Fachbereiche finden jedoch im Servicebereich der Ministerien jeweils die vollständigen Bestimmungen für ihren spezifischen Bereich.
 
Die wichtigsten Adressen zum Download und zum Nachlesen:
Pflegeheime:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/besuchsverbote-in-krankenhaeusern-und-pflegeheimen-werden-schrittweise-gelockert/
 
Sportvereine:
https://km-bww.de/,Lde/Startseite/Service/2020+03+26++Unterstuetzung+der+Sportvereine+auch+in+der+Corona-Krise
 
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/
IHK Reutlingen: 07121 / 201-0
 
Spezielle Regelungen für Sportstätten:
https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/Notverkuendung+Verordnung+des+KM+und+SM+ueber+Sportstaetten+gueltig+ab+2_+Juni
https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+06+05+Doppel-Tennis+wieder+erlaubt
 
Zum Schulbetrieb:
https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/FAQS+Schulschliessungen
https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+05+15+Digitale+Endgeraete+fuer+Schueler
 
Allgemeine Informationen:
https://www.kreis-reutlingen.de/de/Aktuelles/Coronavirus
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-der-landesregierung/
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/meldungen-coronavirus/


Stand: 15. Juni 2020