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Neue Informationen zur Corona-Pandemie und zu den Folgen im Städtle


Neue Informationen zur Corona-Pandemie und zu den Folgen im Städtle

Im Städtle stoppt die Pandemie: Trochtelfingen weist weiter gute Werte auf

Die Corona-Verordnung der Landesregierung liegt nun in kompaktem Format vor. Die Zeit der laufenden Updates ist vorbei, die Lockerungen und die verbleibenden Regeln werden bedeutend übersichtlicher. Und auch in den Schulen geht es voran.

Die Stadt Trochtelfingen kann zusammen mit allen Teilgemeinden erneut eine gute Tendenz vermelden: Die Ausbreitung des Corona-Virus ist in unseren Gemeinden offensichtlich gestoppt. Bereits seit ein paar Wochen bleibt die Zahl der Infizierten Patienten ohne weiteren Zuwachs. Erfreulicherweise gibt es in unserer Gemeinde auch keine weiteren bedauerlichen Todesfälle. Nach wie vor zählt Trochtelfingen bisher 80 infizierte Corona-Patienten, von denen vier zu unserem großen Bedauern verstorben sind, während 76 bereits wieder als geheilt gelten können. Unser besonderer Dank gebührt all den rührigen Arztpraxen mit ihren Helfern, Pflegern und Krankenhaus-Angestellten, ebenso den vielen Familien und Freunden, die sich um Heilung, Pflege und Reha aufopfernd gekümmert haben.
 
Die Zahlen vom Gesundheitsamt Reutlingen und dem Robert-Koch-Institut (RKI) für das Bundesland Baden-Württemberg und den Landkreis Reutlingen unterstreichen die positive Tendenz, legen aber bereits das Augenmerk auf die kommende Entwicklung: In Baden-Württemberg kam es zu knappen Veränderungen der Fallzahlen für die Virusgrippe: Aktuell sind noch 526 Patienten infiziert. Die gute Nachricht: die Zahlen für neu infizierte Patienten sind kleiner als die der geheilten. Allerdings gilt auch, dass derzeit nur die Tendenz halbwegs günstig aussieht. Der Virus ist keinesfalls „besiegt“, wie manch eine Meldung glauben machen möchte. Immerhin geht es uns wesentlich besser als etwa den Vereinigten Staaten von Amerika, wo die tägliche Zunahme zu Beginn der Woche bei 55.000 Patienten liegt.
 
Doch auch im Ländle ist die weitere Ausbreitung nur halbwegs unter Kontrolle. Die Entwicklung eines Impfstoffes für die endgültige Abwendung der Virengefahr wird wohl mit Hochdruck vorangetrieben. Die ersten Tendenzen sehen vielversprechend aus. Allein bis auch die Ergebnisse mit gesundheitlich vorgeschädigten Senior-Patienten zu einer offiziellen Zulassung führen, wird noch einige Zeit vergehen. Solange gilt die Erkenntnis, dass innerhalb jeder Familie die allzu großzügige Auslegung von Maskenpflicht, Abstands- und und Besuchsregelung kaum jemals die Enkel gefährden wird, wohl aber die Großeltern.
 
Zum Gefährdungspotential nur so viel: Unter den Verstorbenen der Pandemie in Baden-Württemberg waren 1.030 Männer und 791 Frauen. Das Alter der Verstorbenen lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.
 
Es bleibt allerdings abzuwarten, ob die – immer noch vergleichsweise - günstige Tendenz angesichts der zahlreichen Lockerungen erhalten bleibt. Vereinzelt konnte man auch in Trochtelfingen die spontane Rückkehr zu ausufernden Parties im Freien beobachten, die jede Bemühung um Abstandsregelung, Familiengruppierung und den Umgang mit Schutzmasken vermissen ließen. Auch stellt die Öffnung der Staatsgrenzen zum Auftakt der kommenden Urlaubszeit einen weiteren Risikofaktor für die bevorstehende Entwicklung dar.
 
Das Coronavirus in Deutschland
Bei uns haben die Restaurants geöffnet, die Geschäfte auch, und selbst vorsichtige Menschen trauen sich wieder zu gemeinsamen Treffen. In Deutschland scheint Corona zwar nicht überwunden, aber doch gezügelt. Dabei wütet das Virus global gesehen wohl schlimmer denn je. Täglich wird zurzeit bei fast 200.000 Menschen weltweit eine Neuinfektion festgestellt. Als die Pandemie in Deutschland Ende März ihren bisherigen Höhepunkt hatte, war diese Zahl nur rund ein Drittel so hoch. 
 

Immerhin erkennt man bundesweit, dass das System der Erfassung und Rückverfolgung im Moment offensichtlich intakt ist und gut funktioniert. Die irritierenden Unsicherheiten aus dem Auftakt zum ersten Lockdown sollten künftig ausbleiben, so die herrschende Hoffnung. Und eine zweite Welle sollte möglichst völlig eingedämmt werden. Das gelingt allerdings nur, wenn wir uns alle am Riemen reißen und Disziplin im Umgang mit Maske und Abstandsregelung walten lassen.

Beruhigend: die aktuellen Zahlen zur Pandemie-Entwicklung repräsentieren bereits die Lockerungen aus den vergangenen Wochen

Damit ist die negative Entwicklung der Corona-Pandemie beileibe nicht völlig vorbei, solange weiterhin neue Patienten dazukommen. Weiterhin gilt die beruhigende Tendenz für das Land Baden-Württemberg, dass die Anzahl der geheilten Patienten rascher steigt als die der neu infizierten. Die überaus günstige Entwicklung vergangener Tage und Wochen, in denen gelegentlich beobachtet werden konnte, dass die Zahlen der neu Infizierten gegen null gehen, sind allerdings auch Vergangenheit. In den aktuellen Statistiken werden bereits die ersten Auswirkungen der Lockerungen zu den Pfingstferien vor vier Wochen sichtbar: Lockerung bedeutet Zunahme der Fallzahlen, so die geltende Erkenntnis. Wir werden weiterhin ein Auge auf diese Entwicklung haben müssen, sobald verstärkt die Urlaubszeit und die Freigaben der europäischen Staaten für den Reise verkehr das Geschehen beherrschen.
 
Der unbedachte Umgang mit den geltenden Verordnungen hat immer wieder gezeigt, dass allzu rasch ein Hotspot entstehen kann, der die schlagartige Verbreitung im Umfeld besorgen kann. Allein die Rückkehr zweier Landkreise in Nordrhein-Westfalen in die Quarantäne sollte sich hier möglichst nicht wiederholen.
Ministerpäsident Winfried Kretschmann zur Lage im Ländle: „Wir werden die Maskenpflicht nicht so schnell abschaffen. Die Pandemie ist nicht vorbei. Das Virus ist nicht verschwunden. Und das gilt auch trotz mancher guten Nachricht, die wir immer wieder zu vermelden haben.“
Kretschmann weiter: „Damit wir auch in Zukunft so gut bleiben, müssen wir auch weiterhin jede Viruszirkulation in der Bevölkerung möglichst frühzeitig entdecken, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Mit unserer neuen Teststrategie haben wir hierfür ein Frühwarnsystem geschaffen, das es uns ermöglicht, uns an die aktuellen epidemiologischen Anforderungen anpassen zu können“.
 
Grundsätzlich gilt zur Einschätzung der aktuellen Lage die Bewertung des Robert Koch-Institutes (RKI). Danach wird das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen immer noch als sehr hoch.

Die Eintritts-Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.
Solange kein Impfserum erfolgreich getestet und zugelassen wurde, droht dann unumgänglich der Rückschritt in die volle Quarantäne. Dabei ist es weitgehend egal, ob gerade Urlaubszeit herrscht oder nicht. Diesen ungeliebten Schritt gilt es gemeinsam zu verhindern. So gesehen ist Vorsicht nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch der Vater einer halbwegs ungetrübten Sommerpause.


Zum Umgang mit der Corona-Warn-App: Bereits 300 Fälle wurden gemeldet

Die Corona-Warn-App ist neben Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstand halten und Alltagsmasken ein weiteres wirksames Mittel, um das Coronavirus einzudämmen. Die App speichert die Daten ausschließlich auf dem eigenen Smartphone und nicht auf einem zentralen Server. Ein anonymer und regelmäßig wechselnder Zufallscode (ID) verhindert, dass Rückschlüsse auf die Anwenderinnen und Anwender der App geschlossen werden können. Begegnen sich zwei Personen, die die App auf ihrem Smartphone installiert haben, tauschen die beiden Apps lediglich den Zufallscode aus und speichern ihn für zwei Wochen.

Wird jemand, der die App aktiv nutzt, positiv getestet, kann er über einen Sicherheitsschlüssel, den er vom Gesundheitsamt bekommt, seine in der App anonym gespeicherten Begegnungen aus der jüngeren Vergangenheit rückwirkend warnen. Relevant ist eine Begegnung nur dann, wenn man eine bestimmte Zeit mit einem bestimmten Abstand zusammen gewesen ist. Begegnet man nur jemanden im Vorübergehen auf der Straße, ist das keine relevante Begegnung. Sitzt oder steht man aber mehrere Minuten mit jemandem eng beieinander, ist es eine relevante Begegnung.

 
Die aktuellen Corona-Beschränkungen zum Juli 2020 auf einen Blick
-Seit dem 1. Juli dürfen sich im öffentlichen und privaten Raum maximal 20 Personen treffen.
-Seit dem 1. Juli ist bei privaten Veranstaltungen unter 100 Teilnehmenden kein Hygienekonzept mehr nötig, wie früher gefordert. Dies gilt etwa für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Taufen und Familienfeiern.
-Seit dem 1. Juli sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen möglich, sofern die geltenden Regeln eingehalten werden. Voraussetzung ist, dass für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und ein festgelegtes Programm vorliegt, das über die schlichte Vergnügungsformel „Let’s have a Party“ hinausgeht. Die Regelung ermöglicht endlich wieder Konfirmationen, Kulturveranstaltungen, Vereinstreffen oder Mitarbeiterversammlungen.
-Ab dem 1. August sollen Veranstaltungen bis 500 Teilnehmer wieder erlaubt sein.
-Untersagt sind weiterhin Tanzveranstaltungen mit Ausnahme von Tanzaufführungen sowie Tanzunterricht und -proben.
-Bis zum 31. Oktober bleiben Veranstaltungen über 500 Teilnehmer weiter untersagt.
-Clubs und Diskotheken dürfen weiterhin nicht öffnen. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen sowie jede sonstige Ausübung des Prostitutionsgewerbes im Sinne von § 2 Absatz 3 des Prostituiertenschutzgesetzes bleiben ebenfalls untersagt.
-Abstandsregelungen und Maskenpflicht bleiben bestehen. Dies gilt auch sinngemäß für alle oben angeführten Veranstaltungen: Verzehr im Restaurant ist ohne Maske natürlich erlaubt, aber bei Verlassen des zugewiesenen Sitzplatzes, etwa für den Gang zur Toilette, greift sofort wieder die Maskenpflicht.
-Im öffentlichen Raum, in Läden und im öffentlichen Nahverkehr herrscht weiterhin Maskenpflicht. Die neue Verordnung gibt weitere Empfehlungen und Verpflichtungen zum Einhalten von Abständen und dem Tragen einer Maske, dazu Musterregelungen zu Hygiene- und Arbeitsschutzanforderungen.
 

Der Bußgeld-Katalog zur neuen Verordnung

Der Bußgeld-Katalog bleibt im vollen Umfang erhalten. Bei Zuwiderhandlungen drohen Verwarnung und – vor allem im Wiederholungsfall – empfindliche Geldstrafen. Damit Kommunen und Landkreise zielgerichtet auf die konkreten Verhältnisse vor Ort reagieren können, werden im Einzelfall Abweichungen durch Allgemeinverfügung oder Verwaltungsakt seitens der zuständigen Behörden vor Ort möglich sein. Vor allem bei wiederholt renitent auftretenden Verweigerern der Abstands- und Masken-Regulierung drohen rigorose Strafen.

Die Grundregeln bleiben
Es bleibt also beim Abstandsgebot als Basis für die Eindämmung des Virus. Es gibt selbstverständlich weiterhin die Ausnahmen für Fälle, wo das nicht möglich ist. Aber im Grundsatz gilt: Abstand halten. Und in den gewohnten Bereichen bleibt es auch bei der Maskenpflicht. Also im öffentlichen Verkehr, in Läden und Einkaufszentren und für bestimmte Berufsgruppen.

So gesehen wünschen wir allen unseren Gemeindemitgliedern einen möglichst frohen und unbeschwerten Umgang mit dem kommenden Auftakt zur Ferienzeit.
Das wichtigste von Allem: Bleiben Sie gesund, bitte.

Status 06.07.2020, 21:00 Uhr