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Öffentliche Gemeinderatssitzung am 10.04.2012

By K. Zeiler
Erstellt 16.04.2012 - 13:17

Vorstellung und Beschlussfassung zum Kauf neuer Einsatzkleidung für die Freiwillige Feuerwehr Trochtelfingen

Die Abteilung Kernstadt der Freiwilligen Feuerwehr hat bereits seit einigen Jahren die
alte Einsatzkleidung, den sogenannten „Jäger 90“, abgelöst, weil diese Einsatzkleidung funktionell und sicherheitstechnisch nicht mehr den neuen Anforderungen entspricht. Im Haushaltsplan 2012 sind für den Kauf neuer Einsatzkleidung für die Abteilungen Hausen, Mägerkingen, Steinhilben und Wilsingen 65.000,- Euro finanziert und aus 2011 steht noch ein Haushaltsrest von 10.000,- Euro zur Verfügung. Vom Gesamtausschuss der Feuerwehr Trochtelfingen wird empfohlen, auch für diese Abteilungen die gleiche Einsatzkleidung wie für die Kernstadt anzuschaffen. Frau Kommandantin Barbara Eisele hat bei zwei Anbietern Angebote eingeholt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass 110 Überjacken und Latzhosen beschafft werden müssen. Die Firma HF-Sicherheitskleidung aus Vohburg bietet die Einsatzkleidung zum Preis von 68.706,67 Euro an. Das Angebot der Firma Albert Ziegler GmbH & Co. KG, Giengen, lautet über 67.173,59 Euro. Die Einsatzkleidung der Abteilung Kernstadt wurde seinerzeit über die Firma Ziegler gekauft. Kommandantin Barbara Eisele hat die sicherheitstechnische Notwendigkeit der Beschaffung in der Sitzung dem Gemeinderat erläutert, außerdem wurden zur Verdeutlichung der Unterschiede die bisherige Einsatzkleidung und die neu zu beschaffende Einsatzkleidung vorgestellt. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde mehrfach betont, dass die Angehörigen der Feuerwehr bei den oft gefährlichen und anstrengenden Einsätzen im Ehrenamt durch gute und technisch ausgereifte Einsatzkleidung bestmöglichst geschützt werden müssen. Einstimmig hat der Gemeinderat dem Kauf von 110 kompletten Einsatzkleidungen bei der Firma Ziegler zum Angebotspreis zugestimmt.

Beratung und Beschlussfassung zum Entwicklungskonzept für den Friedhof Trochtelfingen

Im Zusammenhang mit den Überlegungen zur Aufstellung von Urnenstelen auch im Friedhof in der Kernstadt in Trochtelfingen ist es notwendig, für die einzelnen Nutzungsarten ein Konzept zu entwickeln und festzulegen, wie die Flächen zukünftig belegt werden sollen. Nur mit einem solchen Konzept ist es bei der Größe des Friedhofs möglich, eine geordnete Belegung der Flächen zu erreichen. Das Büro für Freiraumplanung Sigmund wurde von der Verwaltung mit einem Vorschlag beauftragt, welche Flächen freigehalten werden und wo in den nächsten Jahren Urnen-, Reihen- und Wahlgräber angelegt werden sollen. Darüber hinaus soll im Konzeptentwurf auch die Möglichkeit aufgezeigt werden, wo Urnenstelen, Urnen-Rasengräber, Reihen-Rasengräber, möglicherweise ein sogenannter „Friedhain“ und der Platz für die Bestattung von Frühchen- und Totgeburten angelegt werden können. Nachdem das namenlose Grabfeld schon stark belegt ist, muss auch ein Platz für ein weiteres solches Grabfeld ausgewiesen werden.

Herr Sigmund hat einführend darauf hingewiesen, dass sich die Bestattungskultur in den letzten Jahren deutlich geändert hat und es allgemein einen steigenden Bedarf an Urnengräbern und alternativen Bestattungsarten gibt. Nach dem von ihm vorgestellten Konzept soll der Bereich um die Aussegnungshalle freigehalten werden, um den Parkcharakter zu erhalten. Im südlichen Teil des Friedhofs ist eine Reservefläche eingeplant, die für Wahl- und Reihengräber genutzt werden kann. Der Planer hat auf den besonderen Charakter des Friedhofs Trochtelfingen verwiesen, der sich aus der Durchmischung der Grabarten und den sich durch das Areal ziehenden Hecken ergibt. Neue Bestattungsformen wie Rasengräber und ein Friedhain sollen im oberen Bereich vor dem Lärmschutzwall zur B 313 angelegt werden, dort findet auch ein weiteres Grabfeld für namenlose Bestattungen Platz. In der weiteren Planung soll vorgesehen werden, dass die neuen Urnenstelen entlang dem Weg zum oberen Friedhofsbereich gebaut werden, dort bietet sich eine Gliederung durch drei Rasenstufen an. In der Diskussion wurde die störende „Geräuschbelästigung“ durch die Fahrzeuge auf dem Talweg angesprochen, ebenso die Möglichkeit mit Treppen oder Wegen für bessere Durchgangsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Ebenen zu sorgen. Der Planer wurde beauftragt, zu diesen Themen weitere Überlegungen anzustellen. Dem vom Büro Sigmund vorgeschlagenen Entwicklungskonzept für den Friedhof Trochtelfingen wurde zugestimmt und das Büro beauftragt, auf der Grundlage dieser Planung einen Vorschlag zur Anlegung einer Urnenstelen-Anlage auszuarbeiten. Sofern die Haushaltsentwicklung dies zulässt, sollen im nächstjährigen Haushaltsplan die Mittel zur Anlage eines ersten Abschnitts einer Urnenstelen-Anlage und für die Erschließung des oberen, bislang ungenutzten Bereichs vor dem Lärmschutzwall finanziert werden.